Vorwort zur Chronik

 

Durch die Kriegseinwirkungen des 2. Weltkriegs gingen alle Unterlagen des Vereins verloren. Die Chronisten und die Redaktion stützen sich auf Kurzniederschriften und auf mündliche Überlieferungen sowie auf Aufzeichnungen von Geschichtsvereinen und Privatfotos. Es ist nicht auszuschließen, dass sich trotz größter Sorgfalt und Korrekturen noch kleine Ungenauigkeiten eingeschlichen haben, wofür wir den Leser um Nachsicht bitten.

Sollte jemand noch ergänzende Unterlagen und Fotos haben so würden wir dieses gerne einscannen und in unser Archiv mit aufnehmen.

 

Herzlichen Dank an alle die uns im Vorfeld mit Fotos, Unterlagen und Informationen unterstützt haben.

 

Vereinsgründung Gesangverein Liederkranz Geich 1889

 

In einer Zeit fernab von Radio und Fernsehen, saß man nach getaner Arbeit vordem Haus und ruhte aus. Hier und da wurde ein Lied angestimmt und gesungen.

 

So auch in Geich 1889. Es war der Gedanke geboren, einen Gesangverein zu gründen. Man fand in Jakob Didolff dem Älteren einen musikbegabten Menschen, der als Dirigent zur Verfügung stand.

Herr Jakob Didolff arbeitete längere Zeit bei der Filzfabrik Pohl und Co. in Düren, bis er durch einen Betriebsunfall den rechten Arm verlor. Er war ein begabter Musiker und spielte Klavier und Orgel.

Im Jahre 1914 wurde er Küster und Organist in der Pfarrkirche zu Echtz. Er legte nur einarmig im Gregorianushaus in Aachen bei   Prof. Schmalbach die Organisten Prüfung mit „gut“ ab.

Herr Didolff also gab den Anstoß zur Vereinsgründung 1889.

Im Hinterhaus des Anwesens Kruth, also im Haus des Kerzenmachers Kasper wurde der Verein gegründet.

 

Zu den Gründern zählten:

 

Jakob Didolff der Ältere

 

Jakob Ebertz

 

Jakob Frings

 

Martin Landvogt

 

Paul Jakobs

 

 

 

Wilhelm Schmitz

 

Josef Schillings

 

Edmund Frings

 

Wilhelm Didolff

 

Willi Jakobs

 


Aufaben des Vereins waren

 

1. Pflege des Volksliedes und der Geselligkeit

2. Wöchentliche Zusammenkünfte mit Liedproben

3. In den Wintermonaten übliche Aufführungen und Laienspielelte

 

 

 

 


Bis 1914 fanden die Zusammenkünfte im Gründungshaus statt, dann in der Wohnung des Edmund Frings(spätere Post).

Pfingsten 1914 zum 25 jährigen Bestehen des Männer Gesangvereins Liederkranz Geich, wurde ein großes Fest gefeiert.

Unter Teilnahme vieler auswärtiger Vereine, so wie namhaften Vertretern geistlicher und weltlicher Obrigkeiten,, fand ein großer Festzug statt. Konzerte, Tanz, Jubel und Trubel umrahmten das freudige Ereignis des 25 jährigen Vereinsjubiläums.

Man berichtet:  So eine große Menschenmenge habe Geich nochnie erlebt. Die Freude im Verein hielt nicht lange, denn im Herbst 1914 begann der 1. Weltkrieg, aus dem 10 aktive Sänger nicht in die Heimat zurückkehrten.

Die Gefallenden des ersten Weltkrieges:

                            

                            

 

Johann Kaiser

 

Bernhard Bezani

 

Arnold Kröngen

 

Paul Frings

 

Johann Didolff

 

 

 

 

Kaspar Mütter

 

Franz-Josef Ürlings

 

Mathias Lennartz

 

Josef Frings

 

Paul Didolff

 


2-3 Jahre vor Ausbruch des ersten Weltkrieges hatte der Dirigent Jakob Didolff der Ältere sein Amt niedergelegt (Grund unbekannt).

Neuer Dirigent war Herr Josef Lich aus D’horn. Dem damaligen Vorsitzenden Paul Thelen gelang es nach vielen Schwierigkeiten den Verein wieder zu aktivieren. Als Dirigenten gewann man den Organisten Franz Olef aus Ehlich. Nach wenigen Proben legte Herr Olef sein Amt jedoch wieder nieder. Es gelang,  Herrn Jakob Didolff dem Älteren, für sein altes Ideal wieder zu gewinnen.

Bis 1924 war er als Dirigent tätig. Mit kurzen Unterbrechungen war er 35 Jahre Dirigent, bis er dieses  Amt an seinen Sohn Jakob Didolff übertrug. Die Gesangsproben begannen auf die einfachste Art, in der Waschküche des Dirigenten.

Nach kurzer Zeit wurde die Wirtschaft Kaiser (heute Echtzerstr.9) bis 1940 zum Vereinslokal. In Verbindung mit der Herbstkirmes 1929 fand das 40 Jährige Vereinsjubiläum statt. Auch diesmal waren auswärtige Vereine anwesend. Es fand ein Sängerwettstreit unter der Leitung des Dürener Musikdirektors Peltzer statt.

Bis zum Kriegsbeginn 1939 verlief das Vereinsleben ruhig und ungestört.

 

Jedoch mit Beginn des zweiten Weltkrieges sah sich der Verein vor die Frage gestellt, sein Wirken einzustellen, da sowohl der Dirigent Jakob Didolff als auch viele aktive Mitglieder zur Wehrmacht einberufen wurden.

 

Ausflug des Vereins nach Koblenz, hier das Dreiflüsseeck
Ausflug des Vereins nach Koblenz, hier das Dreiflüsseeck
Umzug in Geich anlässlich der Kirmes
Umzug in Geich anlässlich der Kirmes

Bis zum Kriegsbeginn 1939 verlief das Vereinsleben ruhig und ungestört.

 

Jedoch mit Beginn des zweiten Weltkrieges sah sich der Verein vor die Frage gestellt, sein Wirken einzustellen, da sowohl der Dirigent Jakob Didolff als auch viele aktive Mitglieder zur Wehrmacht einberufen wurden.

 

Durch die schweren Kämpfe im Hürtgener Wald, welche immer näher kamen und der Bombardierung von Düren am 16.11. 1944 sah die Zivilbevölkerung nur noch die Möglichkeit der Evakuierung ohne Hoffnung den Heimatort jemals wieder zu sehen.

Denen, welche überlebt haben, bot sich bei der Rückkehr Mitte 1945 ein trauriges Bild. Bis auf wenige Häuser lag Geich in Trümmer.


Die beiden Bilder zeigen das gleiche Objekt in der heutigen Straße "Herrengarten", damals Ulhaus.


Die beiden Bilder bieten in etwa die gleiche Perspektive, von der Echtzer Straße aus in westlicher Richtung Richtung Obergeich.

An dieser Stelle muss den 18 gefallenen- und vermissten Sängerbrüder gedacht werden.


Die Gefallenen des 2. Weltkrieges:

 

Johann Biergans

 

Johann Esser

 

Peter Frings

 

Josef Biergans

 

Josef Didolff

 

Wilhelm Koch

 


 Die Vermissten des zweiten Weltkrieges:

 

 

Ignatz Biergans

 

 

Josef Kronen

 

 

Josef Kaiser

 

 

Heinrich Marx

 

 

 

 

Wilhelm Herten

 

 

Martin Kronen

 

 

Hermann Kruth

 

 

Heinrich Schmitz

 

 

 

 

Peter Jakobs

 

 

Wilhelm Kronen

 

 

Theodor Lennartz

 

 

Konrad Schmitz

 

 

 


Daraus resultiert auch, dass für die Zeit seit der Gründung des Vereins bis zum Jahre 1947 keine Unterlagen mehr vorhanden waren. Alles Niedergeschriebene stammt aus Befragungen und Erzählungen. Somit kann diese Chronik auch kein vollständiges Bild wiedergeben und Ungenauigkeiten könnten sich eingeschlichen haben.

 

Obwohl viele junge Leute noch in Gefangenschaft waren, begann man mit dem Wiederaufbau. Jedoch an ein Vereinsleben war nicht zu denken.

 

Mit der Veranstaltung eines Maiballes im Jahre 1947 wurde das Interesse an einem Vereinsleben neu geweckt und die Lust am Singen machte sich bei den ehemaligen Sängern bemerkbar. Am 1. Mai 1947 traf man sich in der Küche der Familie Herten (mangels eines Vereinslokales) und beschloss, den Verein wieder aufleben zu lassen. Es wurde eine Satzung aufgestellt sowie ein Vorstand gewählt:

 

 

Obwohl viele junge Leute noch in Gefangenschaft waren, begann man mit dem Wiederaufbau. Jedoch an ein Vereinsleben war nicht zu denken.

 

Mit der Veranstaltung eines Maiballes im Jahre 1947 wurde das Interesse an einem Vereinsleben neu geweckt und die Lust am Singen machte sich bei den ehemaligen Sängern bemerkbar. Am 1. Mai 1947 traf man sich in der Küche der Familie Herten (mangels eines Vereinslokales) und beschloss, den Verein wieder aufleben zu lassen. Es wurde eine Satzung aufgestellt sowie ein Vorstand gewählt:

 

 

Vorsitzender

 

 Schriftführer

 

 Dirigent

 

 Kassierer

 

 Beisitzer (1)

 

 Beisitzer (2)

 

 

 

 

Jakob Schmitz

 

Alfons Johnen

 

Jakob Didolff

 

Bernhard Jakobs

 

Arnold Herten

 

Wilhelm Jakobs

 


Als Zweck des Vereins wurde niedergeschrieben:

"Pflege und Förderung des Volksliedes, der Sangeskunst und der Dorfgemeinschaft."

Seite 1 einer Abschrift der Satzung von 1947
Seite 1 einer Abschrift der Satzung von 1947
Seite 2 einer Abschrift der Satzung von 1947
Seite 2 einer Abschrift der Satzung von 1947
Seite 3 einer Abschrift der Satzung von 1947
Seite 3 einer Abschrift der Satzung von 1947

Der Verein hatte am Gründungstag 25 Mitglieder. Schon im gleichen Jahr veranstaltete man eine Kirmes in einem selbst zusammen gezimmerten Zelt, wobei die Festgäste auf Sägemehl saßen. Unter Führung von Herrn Didolff wurden die ersten Proben abgehalten. Auf der 1. Generalversammlung Ende 1947 beschloss der Verein, ein Klavier zu mieten, u.z. für 25 Reichsmark je Monat.

 

Genehmigungsschreiben
Genehmigungsschreiben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch für solch kleine Vereine wie der Gesangverein, wurde von den Besatzern ein Dokument erstellt, welches das Bestehen einer solchen Vereinigung erlaubte. Das Vorhandensein einer solchen Genehmigung wurde im November 1948 durch die Landes Militär Regierung nochmals kontrolliert.

 

 

Durch die Wirrungen des 2. Weltkrieges konnte das 50 jährige Bestehen nicht gefeiert werden. Umso intensiver ging man an die Vorbereitungen des 60 jährigen Bestehens, welches zusammen mit der Kirmes im August 1949 gefeiert werden sollte.

 

Im Juni beschloss man, für den Verein eine Fahne anzuschaffen. Diese wurde bei der Bonner Fahnenfabrik bestellt und am 18. August schon geliefert, also rechtzeitig vor der Kirmes.

 

 

Foto anno 2014
Foto anno 2014
Foto anno 2014
Foto anno 2014

 

 

Aufgrund einer Typhus-Epidemie mussten alle gemachten Vereinbarungen widerrufen werden, da zu einem Fest keine Genehmigung erteilt wurde. Diese folgte jedoch zum Termin 11. September. Trotz enormer Schwierigkeiten, weil kein Festzelt zu bekommen war, wurde das Jubelfest doch veranstaltet. Es gelang nämlich, in Köln ein entsprechendes Zelt für 800 Mark zu beschaffen. Es wurden 12 Gesangsvereine eingeladen, welche nach einem Umzug ihr Können auf der Festwiese darboten. Außerdem fanden Ehrungen für 25, 40 und 50 Jahre Vereinszugehörigkeit statt. Die Einnahmen aus dem Fest waren so gut, das die Kosten der Fahne gedeckt waren.Der Verein nahm an diversen Sängerabenden und Jubiläen befreundeter Vereine teil.

 

 

Umzug in Geich
Umzug in Geich

Der Verein nahm an diversen Sängerabenden und Jubiläen befreundeter Vereine teil. Im Jahre 1950 beschloss man, dem deutschen Sängerbund, Kreisverband Düren beizutreten. Außerdem dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge.

 

Erstmals machte man in diesem Jahr eine gesellige Tour an Ahr und Rhein. Das gemietete Klavier wurde überholt, gestimmt und zu einem Preis von 120 Mark gekauft. Trotz diverser Erfolge wurde die Zahl der Sänger knapp und man beschloss die Gründung eines gemischten Chores.

 

Die Zeit der Proben in der Schule hatten im Jahre 1951 ein Ende, da der Dirigent Jakob Didolff ein Lokal eröffnete, welches fortan als Vereinslokal diente.

 

Im Jahre 1952 beteiligte sich der Verein daran, dass im Krieg zerstörte Ehrenmal neu zu errichten. Hierzu wurde ein Grabstein vom alten Dürener Friedhof, gestiftet von einer Dürener Familie, durch den Steinmetz Raffo, Gürzenich bearbeitet und poliert. Die Genehmigung zur Aufstellung wurde zunächst in Bonn abgelehnt, jedoch durch Vermittlung des damaligen Landrates Hilgers erlaubt.

 

Besuch des Ehrenfriedhofs in Hürtgen 1955
Besuch des Ehrenfriedhofs in Hürtgen 1955
Gesangseinlage während der Besichtigung des Ehrenfriedhofs Hürtgen, 1955
Gesangseinlage während der Besichtigung des Ehrenfriedhofs Hürtgen, 1955
ALtes Ehrenmal aufgestellt am Dorfplatz (der heutige Standort ist an der Nikolauskapelle)
ALtes Ehrenmal aufgestellt am Dorfplatz (der heutige Standort ist an der Nikolauskapelle)

Bei der Gestaltung und Fertigstellung des Denkmalplatzes zeigte sich die Bereitschaft der Dorfbewohner, für die Allgemeinheit Arbeiten zu übernehmen. Ein Tag vor der Kirmes, am 24. August 1952 war das Ehrenmal fertig und wurde am Kirmessonntag feierlich eingesegnet.

Bei der feierlichen Einführung von Herrn Pfarrer Arnold Esser im Jahre 1954 war der Verein natürlich auch dabei.

Es wurde jedoch nicht nur gesungen, sondern man veranstaltete Karnevals- und Familienabende sowie auch kleinere Theateraufführungen und fast jährlich gemütliche Touren, so wie dies direkt nach der Vereinsgründung schon gemacht wurde.

Gesangsdarbietungen erfolgten in benachbarten Orten, wie z.B. mit großem Erfolg auf der Gefallenenehrung des Sportklubs Schlich.

 

Trotzdem zeichnete sich hier schon ab, dass die Teilnahme an den Proben stark rückläufig war, welches teilweise oder vielfach berufliche Gründe wie Schichtarbeit hatte. Hierunter litt natürlich auch zunehmend die Qualität des Chores.

 

Was wäre der Verein ohne die Nikolauskapelle !

 

 Im Jahre 1955 wurde ein neuer Hahn auf den Turm gesetzt und in den Jahren bis 1958 beteiligte man sich aktiv und finanziell an der Renovierung der stark beschädigten Kapelle.  Diese wurde im August 1958 anlässlich der Kirmes eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben.  Im gleichen Jahr trat man aus dem Deutschen Sängerbund wieder aus. 

 

Erstmalig erwähnt wurde 1961 die Gestaltung einer Goldhochzeit, wo nicht nur ein Ständchen dargebracht, sondern auch das Haus geschmückt wurde.  Dies wird, wenn vom Goldpaar gewünscht, noch bis zum heutigen Tag gemacht.

 

 Das 70 jährige Vereinsjubiläum 1959 wurde genau so gefeiert wie das 75 jährige im August 1964. Hierzu stifteten die Frauen der Vereinsmitglieder dem Verein ein Fahnenband zur Vereinsfahne.

 

Pfarrer Arnold Esser feierte sein 25 jähriges Priesterjubiläum. Aus diesem Anlass machte der Verein eine Dorfsammlung und überreichte bei einer Feierstunde in Echtz ein entsprechendes Geschenk.

 

 Auch in dieser Zeit hatte der Verein es nicht leicht, in jedem Jahr eine Kirmes zu veranstalten. Entweder fehlte ein Zelt, eine Musikkapelle war nicht aufzutreiben oder es konnte kein entsprechender Termin gefunden werden. 

 

Zu erwähnen ist noch, dass der Komfort eines Toilettenwagens nicht vorhanden war.  Man borgte sich aus Holz gezimmerte WC-Häuschen im Nachbarort, bis man eigene hatte.  Der 1. WC-Wagen kam 1972 zum Einsatz.

 

Die Musiker wurden zu dieser Zeit sonntags noch bei Vereinsmitgliedern beköstigt, da eine Heimfahrt nicht machbar war. Sie spielten Kirchgang, Frühschoppen, Freiball sowie abends den Festball.

 

Aus den drei Tagen Kirmes wurden nachher nur noch Samstag- und Sonntagabend sowie Montag nach der heiligen Messe ein Ständchen Gang zum Dirigenten, Vorsitzenden und Kassierer. Den Abschluss bildete ein verlängerter Frühschoppen.

 

 

Im Dezember 1970 wurde das gekaufte Klavier kostenlos unserem Vereinsmitglied Johann Becker überlassen. Aufgrund von Holzwurmbefall wurde es jedoch vor Jahren schon vernichtet.

 

Die Kirmesveranstaltungen fanden in den Jahren nach 1970 mit wechselnden Erfolgen statt. Dies veranlasste den Vorstand, ab 1974 keine Veranstaltung am Montagabend zu halten.

Kapelle in den 50ér Jahren
Kapelle in den 50ér Jahren
Kapelle im Jahr 2005
Kapelle im Jahr 2005

Im Jahre 1967 wurde erstmals eine Anfrage zur Verlegung des Ehrenmals gestellt, welches der Straßenführung weichen musste.

 

Die Durchführung zog sich in die Länge und man gründete einen Ausschuss mit Vorsitzenden, der die Denkmalfrage klären sollte. Hieran beteiligt waren auch Mitglieder des Kapellenbauvereins, welcher sich 1957 gebildet hatte.

Das neue Ehrenmal wurde im August 1971 aufgestellt. Die Kosten von insgesamt 4225 DM wurden von der Gemeinde mit 2500 DM übernommen, Rest waren Spenden der Bevölkerung, des Kapellenbauvereins und des Gesangvereins. Ein Überschuss aus dem Kassenbestand des Ausschusses, welcher nach erfolgreichem Abschluss der Denkmalangelegenheit wieder aufgelöst wurde, ging in die Kasse des Gesangvereins über. Hierfür wurde die Zusage zur Pflege des Denkmals gegeben.

Heftigen Disput gab es über die Verwendung des alten Gedenksteines. Manche wollten diesen vernichten. Er wurde jedoch zur Kapelle versetzt, wo er heute noch steht. Das vernünftige Aufstellen verdanken wir einigen Wenigen Vereinsmitgliedern und Dorfbewohnern.

 

Altes Denkmal
Altes Denkmal
Neues Denkmal
Neues Denkmal

Im Jahre 1978 war es wieder die Nikolauskapelle, welche unsere Hilfe benötigte. Hier wurde wieder mit Hand angelegt bei Renovierungsarbeiten und ein Teil der finanziellen Aufwendungen, welche nicht vom Bistum bezahlt wurden, übernommen.

Ebenfalls in 1978 feierte man mit den Schützen in Echtz deren 350 jähriges Bestehen. Es wurde der Festkommers sowie die hl. Messe besucht und am Festumzug teilgenommen. Beim Pfarrfest im Jahre 1979 besetzte man erstmalig eine Verkaufsbude. In den folgenden Jahren war der Erfolg an den Kirmestage teilweise so schlecht, dass überlegt wurde, keine Kirmes mehr zu halten.
Dies geschah dann auch im Jahre 1988. Hier wurden jedoch schon die ersten Überlegungen für das 100 jährige Jubiläum im Jahre 1989 gemacht. Auf der Jahreshauptversammlung wurde beschlossen, auf jeden Fall das Jubiläum zu feiern, u.z. eine Veranstaltung ohne Zelt.So feierte man dann am 26.8.1989 das 100 jährige Bestehen mit einem Festabend im Echtzer Hof unter der Schirmherrschaft von Herrn Gemeindedirektor Tillmanns.

Dazu wurden ehemalige Vorsitzende, weggezogene Vereinsmitglieder, die Witwen ehemaliger Mitglieder und alle befreundete Vereine eingeladen. 15 langjährige Vereinsmitglieder wurden für 50, 40 und 25 Jahre Zugehörigkeit mit Urkunde und Anstecknadel ausgezeichnet. Bei diesem Festabend erfolgte die Tanzmusik von der Band „ Die Conidis“, Gesangsdarbietungen machte der MGV Schlich. Nach einem gemeinsamen Kirchgang und anschließender Gefallenenehrung am Sonntag, dem 27.8. fand ein ausgedehnter Frühschoppen auf dem Hofgelände der Familie Herten statt. Musikalisch gestaltet wurde dieser von der Bläservereinigung Merode.

 

Ehrung durch den 1. Vorsitzenden, Heinrich Marx
Ehrung durch den 1. Vorsitzenden, Heinrich Marx
Dankesurkunde für Peter Dahmen anlässlich des 75 jährigen Vereinsbestehen im Jahre 1964
Dankesurkunde für Peter Dahmen anlässlich des 75 jährigen Vereinsbestehen im Jahre 1964

Die bekannten Vorsitzenden des MGV Liederkranz Geich e.V.

 

1918                                 Paul Thelen

 

1947 - 1949                      Jakob Schmitz

 

1949 - 1955                      Arnold Herten

 

1955 - 1959                      Peter Dahmen

 

1959 - 1961                      Jakob Schmitz

 

1961 - 1964                      Hermann Pool

 

1964 - 1990                      Heinrich Marx

 

1990 - 2001                      Hans-Willi Schmitz

 

seit      2001                      Peter Raak