MGV Liederkranz Geich feiert    2014 als quicklebendiger Verein sein 125. jähriges Bestehen

Auf sein 125. jähriges Vereins-Jubiläum ist der Männergesangsverein Liederkranz Geich 1889 e.V. mächtig stolz. Und so wird auch in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläumsfest in der kleinen Ortschaft bei Langerwehe durchgeführt, welches unter dem Motto steht:

 

„125 Jahre MGV Liederkranz - Seit 125 Jahre mit uns und für unser Dorf“.

 

Auch wenn der Männergesangsverein seit fast 40 Jahren auf keinem öffentlichen Konzert mehr zu hören war, an keinem Gesangswettbewerb teilgenommen hat, sind seine Aktivitäten doch enorm und für das Zusammenleben der Dorfgemeinschaft unverzichtbar. Denn ohne die Mitglieder des Vereins läuft im Ort wenig zusammen, zumal sie auch vielfach noch in den anderen im Ort angesiedlten Vereinen aktiv mit- machen.

Seit vielen Jahren engagieren sich die Vereinsmitglieder nun aktiv in der Dorfgestaltung, sei es die Pflege der öffentlichen Beete, die Erneuerung der Zuwegung für die St. Nikolaus Kapelle, das Anlegen eines Erholungsparks oder die Neugestaltung des Kirmesplatzes sowie des Kinderspielplatzes. Auch das Aufstellen und Schmücken des Dorf-Weihnachtsbaumes am ersten Adventwochenende ist mittlerweile zur Traditon geworden. Ganz aktuell wird mit viel Eigenleistung die St. Nikolaus Kapelle restauriert. Diese ist das Wahrzeichen des Ortes, ist sie doch eines der ältesten historischen und kirchlichen Baudenkmäler des Kreises Düren. 

 

Gegründet in der Kaiserzeit im Jahre 1889 auf Initiative von Jakob Didolf senior, war der Männergesangsverein, trotz zahlreicher Toten und Vermisste der beiden Weltkriege und auch in Bezug auf die doch geringe Einwohnerzahl, (heute ca. 220) erstaunlich lange als Gesangsverein auch übder die Ortsgrenzen hinaus bekannt und aktiv. Dabei war der Name des Gründers für diesen Verein mehr als prägend.

 

Nach fast 35 jähriger Dirigentschaft (incl. mehrer kurzer Unterbrechungen) übergab Jakob Didolf senior im Jahre 1924 das Dirigentenamt an seinen Sohn, Jakob Didolf junior, der dieses Amt bis zum Schluss des aktiven Geschehens als Gesangsverein Anfang der 70ér Jahre ausübte. Mittlerweile hatte sich der Chor dazu entschlossen, auch Frauen aufzunehmen, fiel es doch immer schwerer, genügend männliche Stimmen im Chor zu vereinen. Doch auch diese Maßnahme konnte nicht verhindern, dass die Damen und Herren des Chors nicht mehr für lange Zeit aktiv tätig waren. Lediglich die mittlerweile traditionell und weit über die Grenzen des Ortes Geich bekannt gewordende Dorfkirmes wurde noch bis Ende der 80ér Jahre durchgeführt. Doch sehr bald wurde der Wunsch nach einem zentralen Dorffest wieder lauter und man entschloss sich, ein „Dorffest“ durchzuführen, welches seit dieser Zeit immer am 3 Wochenende im August durchgeführt wird. Aus einem Anfangs gemütlichen Beisammensein der Vereinsmitglieder, wurde mit und mit eine 2 tägie Veranstaltung für die Mitglieder sowie der Dorfbevölkerung, deren Bekannte, Freunde und Gönner des Vereins.


 Zu erkennen sind folgende Personen:

 Andreas Floß, Peter Dahmen, Bernhard Jacobs, Gertrud Schillings, Jakob Didolff, Lena Koch, Klara Marx, Hikde Mertens, Gertrud Dahmen, Arnold Herten, Robert Marx, Konrad Emunds



Sängerfest in Pier im Mai 1953

Festprogramm anlässlich des 60 jährigen Stiftungsfestes
Festprogramm anlässlich des 60 jährigen Stiftungsfestes


Festumzug in Geich in den 50ér Jahren;  Personen:  Josef Herten, Heinrich Marx, Albert Schmitz, Konrad Emunds, Arnold Herten, Jakob Didolff, Alfons Johnen, Hans Kortz, Josef Dahmen
Festumzug in Geich in den 50ér Jahren; Personen: Josef Herten, Heinrich Marx, Albert Schmitz, Konrad Emunds, Arnold Herten, Jakob Didolff, Alfons Johnen, Hans Kortz, Josef Dahmen


Programm  des Festkonzertes anlässlich des 60 jährigen Stiftungsfestes
Programm des Festkonzertes anlässlich des 60 jährigen Stiftungsfestes


Festumzug in Geich in den 60ér Jahren, Personen: Franz Schmitz, Heinz MArx, Walter Schmitz, Bernhard Jacobs, Andreas Heinen, Johann Meisenberg
Festumzug in Geich in den 60ér Jahren, Personen: Franz Schmitz, Heinz MArx, Walter Schmitz, Bernhard Jacobs, Andreas Heinen, Johann Meisenberg

Festumzug in Echtz in den 70ér Jahren; Personen: Alfons Schmitz, Hermann-Josef Becker, Hermann-Josef Jacobs, Hermann Kronen, Josef Herten, Hans-Willi Schmitz, Walter Jacobs
Festumzug in Echtz in den 70ér Jahren; Personen: Alfons Schmitz, Hermann-Josef Becker, Hermann-Josef Jacobs, Hermann Kronen, Josef Herten, Hans-Willi Schmitz, Walter Jacobs
Kirmes 1975, Festumzug nach der Messe
Kirmes 1975, Festumzug nach der Messe
Kirmes 1975, Festumzug nach der Messe
Kirmes 1975, Festumzug nach der Messe
Kirmes 1975, Ständchen am Ehrenmal
Kirmes 1975, Ständchen am Ehrenmal


Festumzug 2013
Festumzug 2013

Wandel der Vereinsziele in den zurückliegenden Jahren

Trotz des nicht vorhandenen Interesses an Dorfveranstaltungen entschlossen sich die Vereinsmitglieder  im Jahre 1991 dazu, erneut ein Dorffest zu halten, jedoch in sollte alles in Eigenleistung erfolgen. 

 

Die folgenden Veranstaltungen wurden sonntags mit dem Verkauf von Kaffee und selbstgebackenem Kuchen enorm aufgewertet. Dieses Kuchenbüffet ist bis heute fast nicht zu toppen und zieht alljährlich viele Besucher auch von außerhalb an.

 

 

Mitte der 90er Jahre fanden diverse Ausflüge bzw. Besuche statt, wie zur Bundesgartenschau in Dortmund oder dem WDR in Bocklemünd mit entsprechendem Ausklang in einem Lokal.

 

 

Die erste Überlegung, auf dem Festplatz einen Container aufzustellen oder einen Mehrzweckraum zu bauen, wurde im Jahre 1995 gemacht. Die Realisierung erfolgte wesentlich später.

 

 

Durch die Veranstaltung der Dorffeste ergaben sich weitere Aktivitäten, wie gemütliche Nachmittage in der Echtzer Grillhütte sowie Wanderungen mit anschließender gemütlicher Einkehr.

 

Den Eintrag ins Vereinsregister als e.V. mit neuer Satzung verwirklichte man 1998. 1999 wurden neue Schärpen für die Fahnenträger angeschafft.

 

Das Jahr 2000 endete mit dem Verlust unseres Vorsitzenden durch ein tragisches Unglück.

 

 

Ein Dorffest mit Verlosung erfolgte erstmals im Jahre 2002. Bei den Feierlichkeiten sowie dem Festumzug anlässlich des 375 jährigen Bestehens der Schützenbruderschaft St. Michael Echtz im Jahre 2003 war der MGV natürlich auch anwesend.

 

 

Für den Festplatz wurde 2006 ein Container angeschafft, welcher in den Jahren 2007 und 2008 komplett be- und überarbeitet wurde. Die gebührende Einweihung erfolgte mit einem Familiennachmittag am 3. Mai 2008. Zur Herrichtung des Containers waren mal wieder sehr fleißige Mitglieder am Werk, jedoch auch teilweise größere finanzielle Zuwendungen erleichterten die Fertigstellung.

 

 

Genau in diese Zeit fiel das Anliegen des Kapellenbauvereins, den Weg zur Kapelle neu zu gestalten. Die Ausführung durch ein Unternehmen war nicht zu bezahlen. Und so passierte, was in Geich üblich ist: Man setzte sich zusammen und fand nach einigen Diskussionen und Überlegungen die Lösung. Es sollten Spender gesucht werden zum Kauf der Materialien und die Ausführung würde dann selbst gemacht. Dies erfolgte dann in den Monaten April und Mai 2007. Die feierliche Einsegnung nach der hl. Messe mit anschl. Kapellenfest fand am 10. Juni statt.

 

In den folgenden Jahren wurde die Ausstattung des Containers immer weiter verbessert.

 

 

Als im Jahre 2011 die Gemeinde sich am Projekt „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligte, war auch Geich dabei. Belohnt wurden die ersten Tätigkeiten mit einer Bronzemedaille. Aus diesem Projekt resultiert, dass man sich mindestens 3 Mal im Jahr zur Pflege der Grünanlagen trifft.

 

Jedoch auch an anderen Stellen im Ort wurde kräftig Hand angelegt. So wurde im Eichenweg die alte Trafo Station des RWE in Eigenleistung beseitigt und in einen wunderbaren kleinen Park umgewandelt.

Hierfür wurde uns im Dezember 2013 der RWE – Klimaschutzpreis der Gemeinde Langerwehe verliehen.

Außerdem gestaltete man neben der ehemaligen Schule den kompletten Spielplatz incl. neuer Geräte mit Sandfläche sowie Zaun zur Straße hin.

 

Als weitere Aktivität entstand das Schmücken des Tannenbaumes in der Ortsmitte zum 1. Adventsonntag, was jährlich ein fester Bestandteil aller Termine ist.

 

Und dann kam der November 2013!  Die seit April 2012 geschlossene Nikolauskapelle kann im Bereich Dachstuhl und Decke renoviert werden. Auch hier wurden Eigenleistungen zur Kostenminimierung zugesagt und ab Ende November mit Manpower angegangen. Hier bleibt zu hoffen, dass zum Jubiläum alle Arbeiten abgeschlossen sind und die heilige Messe in der Kapelle gefeiert werden kann.

 

Die Mitglieder des Vereins haben sich seit vielen Jahren der Erhaltung, der Neugestaltung und Auwertung der Dorfinfrastruktur gewidmet und sind stolz auf das bisher Erreichte, vor allem, wenn man die Einwohnerzahl des Ortes dabei berücksichtigt. Viele Projekte wurde angestoßen (einen Ausschnitt hiervon finden sie hier). In der Zukunft sind wir als Verein weiter daran interessiert und bemüht, zusammen mit der Dorfgemeinschaft das Zusammenleben im Ort so angenehm wie möglich mit zu gestalten und dort, wo Veränderungen notwendig sind, diese im Rahmen unserer Möglichkeiten durchzuführen.